wir würden uns sehr freuen, sie in unserem hause begrüßen zu dürfen. ein kurzer anruf genügt - unsere zeit, unser service und unser engagement gehören ihnen.
art'appart - kempinski plaza
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jedes art'appart und art'otel stellt werke eines zeitgenössischen künstlers wie in einem museum aus und gibt damit einblick in dessen schaffen. diese idee überzeugt gäste und besucher gleichermaßen. im art'appart Kempinski plaza stellt Lusici seine bilder vor.
1942 - geboren im spreewald - seiner "muttererde"
1968 - umzug nach berlin (ost)
1974 - goldmedaille beim unesco-plakatwettbewerb "wasser ist leben"
1977 bis 1979 - studium als meisterschüler an der akademie der künste in ddr in berlin
1986 - übersiedlung nach berlin (west)
im spreewald, in üppiger, intakter landschaft, in einbindung in einen ländlichen kulturkreis wuchs er auf. dort lernte er als wald-, spazier- und einzelgänger das lauschen auf die natur und die ehrfurcht vor dem leben. bei dem von klein auf malenden, zeichnenden, aquarellierenden jungen, der alles malte, worum die leute aus der umgebung ihn baten, das fachwerkhaus, den klatschmohn, die theaterkulisse, kam die zeit der betroffenheit, als er abgestorbene bäume, tote äste, mit größerem verkehrsaufkommen auch vermehrt verkehrsschilder (frühe piktogramme) entdeckte. von außen bedrängt, musste lusici für seine subjektiven reaktionen, die nicht im vergrößern von freiräumen ist für ihn über die jahre überlebenswichtig geworden.
von 1968 bis 1986 lebt der künstler in ost-berlin, seit 1986 im westen der stadt. anders als für viele künstler aus der DDR nach öffnung der mauer gibt es für ihn nach dem wechsel nie das problem, kein thema mehr zu haben. im gegenteil, lusici beschäftigt sich konsequent, kontinuierlich und intensiv mit den existentiellen erfahrungen und fragestellungen des lebens, mit der beziehung von mensch und natur, forscht nach den grundwerten des menschen. mit vibrierender, schöpferischer besessenheit lotet er seine themen aus, schreibt tagebuch, "um klarheit zu gewinnen", gedichte, texte, übermalt buchzeilen (marxismusbücher, "wenn ich nicht mehr atmen kann"), zeichnet und malt tageblätter, sogar um die selbstzensur, die die kreativität zerstört, abzubauen, um vor der staffelei frei zu sein. lusici malt in serien. parallel dazu macht er werkgruppen von plastiken, objekten, keramik, ist aber überzeugt, dass das malen viel tiefer geht. das früh einsetzende schreiben hat es lusici erst möglich gemacht, "auszusteigen", seine eigene, sehr persönliche bildsprache zu entwickeln und themen anzusprechen, die in der ddr tabu waren oder verdrängt wurden, z.b. umweltzerstörung oder tod.
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